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13:43 Montag, 02. Februar 2004
Da saß ich doch kürzlich beim Japaner in Ffm (sollte ich den BOO daher vielleicht umbenennen in "Lars Hinrichs bald Sushi" oder "Findet Lars Hinrichs"?). Am Nebentisch wurde intensiv über das (auch hier im Forum bereits mehrfach besprochene) Konzept von openBC diskutiert.
Die Protagonisten:
Der Investor - Ein Herr im dunkelgrauen Dreiteiler, mit einigen akademischen Buchstaben vor dem Namen und besten Verbindungen (glaubt man ihm) in die deutsche Finanzwelt. Der Nachfolger - Vor einigen Jahren hätte man noch gesagt ein jugendlich, aufstrebender Typ mit besten Abschlüssen der ein oder anderen Eliteuniversität, schlechterdings also ein Premiumkandidat der New Economy... Nun ja, wir sind einige Jahre weiter, also streichen wir das "jugendlich", das mit den "Eliteunversitäten" hat derzeit auch einen schlechten Klang, wer in diesen Zeiten die Nachfolge bei derzeit wirtschaftlich noch ungesicherten Geschäftsmodellen antreten möchte, kann auch nicht über die allerbesten Abschlüsse verfügen (sonst wäre er irgendwo im Warmen und Trockenen). Bleibt also ein bemüht dynamisch aufstrebend wirkender Typ mit irgendeinem Abschluß irgendeiner Uni, und irgendwelchen Referenzen.... im hellen Anzug, ganz locker ohne Krawatte. Allzu drastisch fühlte ich mich in dieser Posse an das ein oder andere Kapitel aus "Liquide" erinnert (Dank an den Herrn in Schlammgrün an dieser Stelle :-). Zur Sache: Der Herr im dunkelgrauen Dreiteiler erläuterte umfassend Konzept und Modell von openBC, fortwährend motiviert durch laufendes "Aha" und "Ach so" unseres jungen Protagonisten, der - nur um seiner Rolle gerecht zu werden, natürlich auch eine Meinung vertrat und an verschiedenen Stellen Schwächen in der derzeitigen Umsetzung sah, das Konzept aber schlechterdings "einmalig" (oder sagte er "genial" ?) fand... kurzum sich als nächste Hure im Dienste der Investoren andiente. Zwangsläufig kam damit das Gespräch auf den derzeitigen Geschäftsführer, unseren Freund Lars Hinrichs. Während der Herr im hellen Anzug in andächtiges Schweigen verfiel führte der Herr im Dreiteiler ausführlich aus, daß Lars Hinrichs am Ende nichts anderes sei, als ein "besserer Angestellter", der "sobald die entsprechende Reife des Projektes erreicht sei, abgelöst" würde. Im übrigen sei er selbst (der Herr im Dreiteiler) schon immer der Ansicht gewesen, dass Lars Hinrichs unseriös sei, schließlich sei die Firma Cico Capital nicht mal im Telefonbuch eingetragen, damit sei zu Anfang jedoch bei den Investoren noch nicht durchgedrungen, mittlerweile würde seine Auffassung aber geteilt... (Kleine Anmerkung, lieber Lars, wenn Du das hier liest, sooooo teuer ist ein ISDN Anschluss nun wirklich nicht, aber die Sache mit der Handynummer als Telefon- und Faxverbindung hat schon einen seltsamen Beigeschmack). Durch das Schweigenn unseres Herrn im hellen Anzug drang ein erwartungsfrohes Lächeln.... Blenden wir uns hier aus... alles weitere waren dann langweilige Details wie Vergütungsfragen, Vertragsmodulitäten, Anfangstermine etc..... Fast möchte man vermuten, dass am Ende des New Eco Hypes, Menschen in grauen Anzügen sich nichtmehr mit Internetinvestitionen schmücken möchten, sondern grundsätzlich vermeindliche Bauern vorschicken, die alsbald geopfert werden können, und das - das ist dann wohl auch die Innovation, unabhängig von Erfolg oder Mißerfolg.... vielleicht sogar im Erfolgsfall eher und schneller als beim Mißerfolg. Auf der anderen Seite, was würdet Ihr machen, wenn ein Projekt dann mal endlich wieder klappt und was abwirft, Ihr aber daneben jemanden wie Lars H. an der Waffel habt... eine Personalentscheidung ist da vielleicht sogar nachvollziehbar....?? Um Lars Hinrichs wenigstens müssen wir uns wohl keine Sorgen machen... der kommt schon durch. Frei nach Smartino: Geben wir ihm drei Monate. Quelle: insider
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Re: OpenBC: Wird Lars Hinrichs bald verheizt? (FuzzyBear)
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