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18:03 Mittwoch, 31. Dezember 2003
In der Silvester-Ausgabe wünschen deutsche Chefredakteure ihrer Leserschaft traditionell ein "Frohes Neues Jahr". Selten haben sie dabei selbst so wenig Grund zu Optimismus wie 2003. Und Hans Werner Kilz, Kapitän des sturmreif geschossenen Schlachtschiffs SZ, dürfte besonders sorgenvoll gen 2004 blicken.
Denn an seinem Stühlchen wird beim Süddeutschen Verlag wohl heftigst gesägt. Der Schuss kommt aus den Reihen des Hauptstadt-Kartells: Die "Berliner Zeitung", selbst zwar mit schwarzen Zahlen manövrierend, aber nicht weniger ramponiert und 2003 mit Schlagzeilen in eigener Sache präsent, labt sich an der "Führungskrise" bei der überregionalen Konkurrenz.
Wie die Medienredaktion der "Washington Ost" erfahren haben will, wurde im Süddeutschen Verlag ein Redaktionsgremium beauftragt, der anhaltenden Strukturkrise mit Visionen zu begegnen. Ist wohl auch nötig, denn das Anzeigenaufkommen ist 2003 noch weiter zurückgegangen. Ebenso wurde der Redaktionsetat für das nächste Jahr wurde um etwa vier Millionen Euronen gekappt. Da sind Ideen gefragt, wie die alte Fregatte wieder flott zu takeln ist. Nur nicht die von Käpt'n Kilz. Sein Konzept zur Rettung aus höchster Seenot, so will die "Berliner" wissen, sei bei der Admiralsschaft durchgefallen. Jetzt brüten Prantl, Roßmann, Blechschmidt und Bachstein über den Schiffsbauplänen. Außerdem sei Kilzens zum Jahresende 2004 auslaufendes Kapitänspatent noch nicht verlängert worden, wohingegen sein 1. Offizier bereits frische Papiere besitzt. Die Admiralität sieht's gelassen und lächelt den Hauptstadt-Inquisitoren ins Gesicht. Der Kapitän müsse schließlich nicht immer selbst auf Brücke sein. Mast und Schotbruch für 2004, liebe Segelfreunde. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Hauptstadt-Inquisitoren (erklaerbaer)
Die Berliner-Zeitung benutzen wir immer, um die Pakete einzupacken:-) Die dürfen nicht sterben.
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