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00:56 Montag, 15. September 2003
Als Kirch pleite ging, gab er dem Spiegel zu Protokoll: Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen. Offenbar ist Kirch ein wahrer Tartuffe: 150 Millionen gingen statt zum Herrn an seinen Herrn Sohn in Form eines Kredits. Gerade mal 6 Tage nach dem Abschluss des Kreditvertrags war die Kirch-Gruppe pleite, so der Spiegel.
Pikant ist nun, dass im Rahmen dieses Vertrags schon bis Ende 2001 (!) 133 Million vom Papa zum Thomas geflossen waren - anscheinend setzte man da in letzter Sekunde noch einen vertraglichen Deckel drauf. Wie die Don Alphonsinische Rechtsabteilung mitteilt, ist das eine saublöde Geschichte, weil sehr durchsichtig und auch noch schlecht terminiert. Staatsanwälte lieben sowas. Der Anwalt, der das ausgedacht hat (doch nicht etwa Kirchs Hauskanzlei NSL?) kann ganz schön in Teufels Küche kommen. Und auch der Insolvi ist froh: Thomas Kirch soll die 150 Millionen an die Gläubiger zahlen. Hat er wohl noch so viel?
Am nächsten Wochenende sind in Bayern Wahlen. Mal schaun, ob es die Typen vom Bayerischen Rundfunk auf die Reihe bringen, das zu melden - immerhin geht es da um etliche Millionen, die von einer staatsmahen Bank zugeschossen wurden, und das halbe Kabinett sass im Aufsichtsrat. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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