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12:01 Donnerstag, 04. September 2003
Wie jedermann bekannt ist, ist die PSE durch ihren Preismix mit
den sogenannten Regionen, das bedeuted im Fachjargon Länder des ehemaligen Ostblocks, ein gefürchteter Konkurrent bei der Vergabe von konzerninternen Entwicklungsaufträgen. Nur so konnten innerhalb der letzten 10 Jahre beim österreichischen Entwickler-Stammpersonal Massenkündigungen verhindert werden.
Naturgemäß kam und kommt es da zu Reibereien mit den Entwicklungsmannschaften in Deutschland wovon ich selbst mehrer Male betroffen war. Konzernintern war immer von der Austria Mafia und der Rolle der PSE als Drehscheibe in die Billiglohnländer Osteuropas und Arbeitsplatzvernichter in Deutschland die Rede. Bedauerlicherweise gewinnen (konzerninterne) Provisionszahlungen bei der Erlangung interner Aufträge in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung, was sich wettbewerbsverzerrend auswirkt und für Spannungen sorgt. Ich habe auch das Gefühl, daß einige Führungskräfte von Siemens (D u. A) für Provisionszahlungen von externen Zulieferanten empfänglich waren/sind und das obwohl die einzelnen Bereiche schon lange rote Zahlen schreiben. Das Motto ist oft: Interne Mitarbeiter auf GK (Gemeinkosten) setzten oder personelle Sondermaßnahmen ergreifen und gegen Provsion Externe beschäftigen. Dazu muß man sagen, daß in früheren Zeiten als es der Branche noch besser ging, die PSE bei anderen externen Kunden akquirieren wollte, was vom Stammhaus strikt untersagt wurde. Die PSE war sich der Gefahr der Abhängikeit von einem einzigen Kunden in einem einzigen Land voll bewußt. Aber das ist nicht der eigentlichen Grund meines Boos: Auch ich bin betroffener sogenannter personeller Sondermaßnahmen. Ich wurde mehrmals in das Zimmer meines GG-Leiters beordert und in Anwesenheit der Personalchefs beschuldigt: -Ein interner Schmarotzer zu sein -Ständig besonders hohe Betreuungsaufwände zu verursachen -Ein unpassendes Qualifikationsprofil aufzuweisen -Generell einen so belämmerten Eindruck zu machen, daß ich mich psychiatrieren lassen sollte -In der Firma schon als Wanderpokal bekannt zu sein etc .. Es wurde mir die Alternative einer: -Simplen Kündigung oder -Einer Dienstfreistellung mit einvernehmlicher Auflösung geboten. Ich wählte nach einigem Hin und Her die 2. Variante und sitze seitdem auf der Straße. Dazu muß man noch sagen, daß mir mein Vorgesetzter vor versammelter Mannschaft fast wie einem Verbrecher den Firmenausweis und den Zimmerschlüssel abgenommen hat, den ich laut Aufösungsvertrag eigentlich noch 6 Monate hätte behalten dürfen. Aber jetzt kommt das Beste: In den letzten Tagen finde ich doch ein Hochglanz-Werbeprospekt der Firma Si***ns in meinem Briefkasten mit der höflichen Bitte ihnen ein Handy oder ein Schnurlos-Telefon abzukaufen. Also wenn ich denen jetzt noch was abkaufen würde, wäre die Aufforderung, mich psychiatrieren zu lassen auf jeden Fall gerechtfertigt gewesen. Bemerkung meines (ehemaligen) Vorgesetzten über mich: Andere Mütter haben auch schöne Kinder ... Meine Meinung dazu: Ander Firmen haben auch schöne Handies (N**ia) Fazit: Wer versucht, Handys an Wanderpokale zu verkaufen, darf sich nicht wundern, wenn die Rendite nicht mehr stimmt. Heinrich von Pierer auf einer Betriebsversammlung: "Wir führen intensive Gespräche über die Zukunft unseres Handygeschäftes. Das Massengeschäft verstehen wir nicht." Da hat er irgendwie recht! Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Siemens Austria-Tochter PSE baut auf Psychiatrierung zum Abbau von IT-Personal. (hannesp)
Re: Siemens Austria-Tochter PSE baut auf Psychiatrierung zum Abbau von IT-Personal. (noergler)
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