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11:33 Donnerstag, 31. Juli 2003
Die Telekom hat mit Streitwert von 500.000 Euro die Berliner Werbeagentur "Team-Konzept" verklagt, wegen Verwechselungsgefahr des (dem Telekom-Logo völlig unähnlichen) Agentur-Logos, und weil die sprachimperialen Telekommandierer das "T" als solches (!) für sich beanspruchen. Die jetzt gelaunchte Website www.free-t.de will den Widerstand organisieren.
Zwar hat Team-Konzept einen Teilerfolg errungen: Die erste Instanz verneinte die Verwechselungsgefahr, weil Justitia zwar blind, aber doch nicht so doof ist, wie die witzlosen Telekomiker es gerne hätten. Jedoch wurde die Klage damit nicht abgewiesen. Ein Präzedenzfall soll es werden: Darf die Telekom das T für sich allein beanspruchen?. "T-Wurst" und "T-Beutel" haben sie sich schon eintragen lassen, hinter der Farbe Magenta sind sie her.
Es geht uns alle an! Das ist der Punkt, an dem es nicht 'nur' um die Berliner und nicht 'nur' um das "T" geht: Wenn die Telekom damit durchkommt, führt das zu einem Dammbruch. Dann sind grundsätzlich alle Buchstaben und Wörter privatsierungsgefährdet, und damit hätte jeder ein Problem, der irgendwo mit einem Logo, einer Wort-Bild-Marke und Farben firmiert. Nachdem die gleiche Hybris bereits im Gen-Bereich sich die Schöpfung patentieren läßt und dem Herrgott die Urheber- und Nutzungsrechte stiehlt, wollen sie jetzt auch die Menschen bestehlen, in dem sie sich die Sprache unter den Nagel reißen. Wo sind die Politiker? Ja, wo sind sie denn, die sie in keiner Sonntagsrede das Singen des Lobliedes auf den Mittelstand versäumen? Da, Freunde, könntet ihr Unterstützung leisten, und mal zeigen, was euere Sprüche wert sind. Presseinfo zur neuen Website www.free-t.de Nachdem die Deutsche Telekom über ihre verschärfte T-Kampagne und Zeitungsstatements ihren Monopolisierungsanspruch am Buchstaben T untermauert hat und ihre Klage gegen Team-Konzept zu einem Präzedenzfall gegen alle "T-Nutzer" ausbauen will, reagiert das beklagte Berliner Unternehmen heute mit dem Start von www.free-t.de, einer Solidaritäts-Kampagne via e-Mail und Internet sowie der Einladung zur "Berlin T-Party". "Wir wollen für unser Recht und die Freiheit des Buchstabens T kämpfen. Aber alleine können wir es nicht schaffen, wir brauchen die kreative aber auch finanzielle Unterstützung anderer T-Opfer und Sympathisanten," bittet Udo Blenk, Geschäftsführer von Team-Konzept, um Solidarität aus der Bevölkerung. Zum einen wird über einen kreativen Mix verschiedener Aktionen eine breite, öffentliche Diskussion angeregt werden, mit deren Hilfe der Telekom der Unwillen der Bevölkerung signalisiert werden soll. Team-Konzept hat dazu das Aktionsportal www.free-t.de gelauncht, das neben Spenden- und Sponsor-, e-Mail- und Diskussionsaktionen eine Online-Petition an die Telekom sowie eine das kostenspielige Gerichts-Gutachten vorwegnehmende Umfage zum Thema "Wem gehört das T?" enthält. Sympathisierende Mitbürger können die Kampagne "Free-T" auch finanziell unterstützen, über das Spendenkonto 720027080 bei der Berliner Sparkasse BLZ 10050000, durch einen Anruf beim Spendentelefon 0190 / 829 789 (max. 3 EUR für die Gesamtlänge von 1,36 min) oder den Erwerb eines "Free-T" T-Shirts. "Wir suchen für die Kampagne auch noch Sponsoren und viele bedrohte T-Firmen," startet Andreas Schmidt, ebenfalls Geschäftsführer von Team -Konzept einen weiteren Aufruf. "Wir wollen uns und alle anderen Firmen vor aberwitziger Monopolisierung und willkürlicher Rechtsbedrohung bewahren -- kreativ, konsequent und engagiert," fasst Schmidt seinen Standpunkt zusammen: "T-wurst.de und t-beutel.de hat sich die Telekom schon registrieren lassen. Die Farbe Magenta versuchen sie ebenfalls zu besetzen und jetzt auch noch den Buchstaben T! Wehret den Anfängen, sonst bleibt niemand mehr übrig, der sich wehren kann," möchte er frei nach Pastor Niemöller gerne Orwellsche Dimensionen verhindert sehen. Vorläufiger Höhepunkt der Aktionsreihe wird am 5.August die sogenannte Berlin T-Party sein. Dort werden auf dem Arena-Gelände an der Spree das Schiff Hoppetosse geentert, in einem symbolischen Akt T-Zeichen eingeweicht und eine fröhliche Party initiiert, mit Benefiz-Auktionen, T-Verkaufsständen und kulturellen Beiträgen rund ums T sowie viel Tanz und Musik. Der Erlös kommt der Initiative Free-T zu Gute. Quelle: http://www.free-t.de
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Ich will Spaß, ich geb Gas (NichSchonWieder)
Re: Das 'T', die Hoffart und der Widerstand (NichSchonWieder)
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