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20:04 Montag, 14. Juli 2003
Eine "Killerapplikation" - Handys, UMTS, UPS und Stau-Infos. Wir sind ja so blöd, uns auf den guten, alten Verkehrsfunk zu verlassen. Da rottet sich der böse Stau schon zusammen, wenn der debile Studio-Verkehrsredakteur nur mal die Kaffeetassen-Füllung wechselt. Und wir stehen mittendrin! Kill this cat!!
Oh, ich vergass, hunderte unvergleichlich erfolgreiche Firmen arbeiten an der ultimativen Lösung der Info-Problematik bei Staus und Stauprognosen (<- "Killer", also Kitzler oder Mörder). Spasseshalber gleich per Irgendwas, was geil klingt und lt. EAYoung & Co. Milliarden-Umsätze verspricht. Hätte ich als Autofahrer auch gern. Ist aber nur per UMTS (Universal Mortal Technology Service) verfügbar.
Passo war damals, aber Passo per UMTS soll hipp werden. So hipp, dass die Verzögerungen zwischen Meldung eines Staus von der A-Bahn-Polente und der "Aufnahme" dieser Meldung in diverse pay-per-call-finanzierte Newsdienste möglichst kurz per UMTS-Funktion von statten geht. Wie schön, dass es ct-Redakteure gibt, die in solchen Notsituationen den Ausweg kennen: "Speicher- und Rechenleistung moderner Geräte sind ausreichend, um damit auch Navigation zu betreiben." Allerdings lassen Akkukapazität und Stromverbrauch solcher Gerätezwitter noch zu wünschen übrig. Pläne, die neuen Multifunktionshandys künftig standardmäßig mit Satelliten-Empfängern auszurüsten, liegen bei den meisten Handyherstellern aber längst in der Schublade." Man erinnert sich an Motorola's Iridium-Projekt, einem der gescheitersten Schubladen-Projekte aller Zeiten. Und man hofft als Autofahrer, dass Schubladen mit solchen Visionen die Welt so bereichern, dass man zumindest seiner Beifahrerin erklären kann, warum solch teure Einbauten im Familienauto den Kredit aufbrauchen. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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