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connecting electronics connecting electronics: Marcel Prothmann erleuchtet?
BOO connecting electronics von DerDodePapagei

17:20 Donnerstag, 19. Juni 2003

Alles wird gut. Jeder Kunde bekommt sein Geld zurück, verspricht Marcel Prothmann, Chef von connecting electronics und NE-Held aus Warstein. Nur warum? Hatte Marcel Prothmann eine Erleuchtung? Die Mannen von connecting electronics fielen in der Vergangenheit vor allem dadurch auf, dass sie Hardware zu günstigen Preisen liefern wollten. Wollten. Aber irgend etwas ging immer schief.
Viele Kunden zahlten per Vorkasse, um Versandkosten zu sparen. Ja, und wenn das Geld sowieso schon da ist, warum dann noch überflüssig anstrengen? (siehe Boo vom 29.05.)

Und so kam es, dass sich Kunden zusammenrotteten und Ihre Verluste veröffentlichten. Laut Snakecity.de lagen 25.000 Euro bei Marcel Prothmann herum. Lagen. Denn jetzt nicht mehr, sagt Marcel Prothmann:

Mit Datum vom heutigen Mittwoch [18.06.] sind alle Forderungen von Ihnen an Connecting Electronics mittels Banküberweisung erfüllt worden. Frau Lenz hat die Liste abgearbeitet und wir sind sicher, den aktuellen Stand „erledigt“ haben zu können. Die regulären Unregelmäßigkeiten in der Geschwindigkeit von Überweisungen berücksichtigend müssten Sie bis zum Wochenende, spätestens aber am Montag den Zahlungseingang verbuchen können.
Ich bitte ein letztes Mal um Verständnis für nicht immer ganz einfach zu lösende Zwangslagen und entschuldige mich für die Ihnen dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten. Das Nichterfüllen Ihrer Forderungen hatte rein technische Ursachen. In keinster Weise wurde jemals darauf spekuliert, mit Ihrem Geld arbeiten zu können oder Ihre Forderungen in betrügerischer Absicht auflaufen zu lassen. Sollte es über den Montag hinaus zu Problemen kommen, werde ich mich persönlich darum kümmern. E-mails an hilfe@connecting-electronics.de landen direkt auf meinem Rechner. Hinterlassen Sie dann bitte lediglich Auftragsnummer, Name und Telefonnummer.
Mir ist durchaus klar, dass ich Sie als Kunden nur schwer zurück gewinnen kann, ich möchte Sie aber bitten, meinem Unternehmen eine Chance zu geben und sich nach Erhalt des Geldes auch aus der Liste auszutragen, damit unsere Bemühungen auch dokumentiert sind!


Nochmal, weil's so schön war: „Das Nichterfüllen Ihrer Forderungen hatte rein technische Ursachen. In keinster Weise wurde jemals darauf spekuliert, mit Ihrem Geld arbeiten zu können oder Ihre Forderungen in betrügerischer Absicht auflaufen zu lassen.

Satz 1 ist schwierig: Welche technischen Probleme können monatelang verhindern, dass Kunden ihr Geld zurückbekommen? Grübel, grübel, ich hab's: der Klapperstorch, der das Geld bei den Kunden abwerfen sollte, hatte sich ein Bein gebrochen, und mit Gips ist schlecht fliegen. Ja, das leuchtet ein.

Satz 2 ist einfach: Marcel Prothmann hat tatsächlich nicht auf Zinserträge spekuliert oder in betrügerischer Absicht gehandelt. Nein, das Geld war eigentlich für einen guten Zweck gedacht: connecting electronics ist Hauptsponsor des pod.ce-Clans (www.planetpod.de), der aktiv im Baller- und Balla-Gaming ist.

Bleibt noch die Frage, warum diese Umkehr? Warum gibt Marcel Prothmann dummen Kunden ihr Geld zurück, statt weiter wohltätige Zwecke damit zu verfolgen? Bei wirklich schwierigen Problemen ist notfalls immer das Fernsehen schuld. So auch hier: Die SAT.1-Sendung Akte 03 hat für den 23.06. ihren Besuch angekündigt und „Die wollen doch immer Blut fließen sehen“, wie ein connecting electronics-Mitarbeiter richtig vermutete. Marcel Prothmann hatte also in der Tat eine Erleuchtung, die ihn wieder den rechten Weg finden ließ, eine Erleuchtung per drohendem Scheinwerferlicht.





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