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18:07 Samstag, 24. Mai 2003
Am 23.05. hat die evodion IT GmbH & Co. KG, ehemals Gauss Interprise Consulting AG, wohl den Vorreiter für die ehemalige Mutter gespielt und Insolvenz angemeldet.
Kennern der Szene war schon länger klar, dass der schwergewichtige große Vorsitzende Dreckmann Kunden eher abgeschreckt als akquiriert hat, aber Einsicht war bekanntlich noch nie dessen Stärke.
Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: evodion IT - Das war´s dann wohl in Hamburg und München (boerdy)
so langsam wirds einsam in Hamburg... dafür bekommt man in den guten Bars jetzt endlich wieder einen Parkplatz !
Re: evodion IT - Das war´s dann wohl in Hamburg und München (boerdy)
kleiner Nachtrag: als wir und vor vier Jahren selbständig gemacht haben und mit unserem TOL-LEN Business-Plan um Kapital vorstellig wurde habt man uns prophezeit, dass unser Geschäftskonzept nicht tragfähig wäre, viel zu viel Konkurrenz herrschen würde und ausserdem: die Zukunft liegt bei Internetportalen... und nicht beim EDV-Service... schon garnicht für KMU´s... als Beispiel wurde uns besagter Herr vorgeführt: á la Gauss sollten wir unser Geschäft machen... dann würden wir auch Erfolg haben (und, nebenbei, auch Kaptail bekommen).
Wir haben den Laden nur mit eigenem Kapital gegründet und uns gibt es heute noch... die VC´s und alle Firmen, die uns als Beispiel vorgeführt wurden NICHT MEHR. Isch könnt misch ja beömmeln !
Re: evodion IT - Das war´s dann wohl in Hamburg und München (kuki)
Interessant - wenn man mal so durch die Seiten "schwebt" und sich die Kommentare durchliest. Auch hier gibt es interessante Aspekte:
a) Wieder eine Insolvenz. Es wird nicht die Letzte sein - aber gibt es vielleicht (nur vielleicht) unterschiedliche Qualitäten einer Insolvenz? Laut dem bestehenden Recht ja - und es ist den Mitarbeitern nur zu wünschen, dass ein Teil der Firma erhalten bleibt. Oder würden Eure Kommentare auch so ausfallen, wenn ihr wüsstet, dass es noch drei Monate Kohle gibt und dann ist Ende?!? b) Der VV ist also Schuld am Dilemma? Na ja kann sein - aber was ist dann mit den anderen Kollegen der GF? Oder handelte der VV gar ganz allein und ohne jede Kontrolle? AR, Bank, WP und wer da alles noch so kotrolliert - oder besser kontrollieren sollte. c) Was ich aber überhaupt nicht verstehe - und das geht quer durch die Kommentare überhaupt - sind die persönlichen Angriffe auf einzelne Personen. Ich kann dem nichts abgewinnen - außer derjenige muss persönlichen Frust ablassen. Ich persönlich befürchte(!) das dies nicht die letzte Insolvenz war und wir noch einige erleben, von denen man heute nicht zu träumen wagt. Was aber ist das Ergebnis? Die Entscheider werden - über kurz oder lang - nur noch den "Großen" lukrative Aufträge erteilen - weil sie sich dann weingstens nicht den Vorwurf gefallen lassen müssen "Aber wie konten Sie einer solchen Firma einen solchen Auftrag ..." - Und dabei spielt es dann keine Rolle mehr, ob die "kleine" company für genau diesen Auftrag nicht die weitaus besseren Voraussetzungen und Ideen gehabt hat. Von der Tatsache, dass die im Zweifelsfalle auch noch preiswerter (nicht billiger) gewesen wäre mal ganz abzusehen. Genau diese Tendenz scheint bereits in den Markt Einzug zu halten. Und ehrlich: wer würde als IT-Entscheider nicht ähnlich handeln oder zumindest mit dem Gedanken spielen? Und zum letzten Komentar: ich kenne genau dieses Drama mit den Banken und habe vor Jahren - vor dem Hype - meine Company alleine auf die Beine gestellt. Ich brauche heute nach keinem zu Fragen und bin mein eigener Herr. Im Nachhinein war es bestens, dass keiner an meine Idee geglaubt hat - es hat mir die tatsächliche Unabhängigkeit gebracht, denn einen Banker brauch ich heute nicht mehr zu fragen ... |
Mir nach!
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