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20:12 Sonntag, 18. Mai 2003
Die Sterne stehen schlecht: die Chance auf einen grandiosen Abgang mit 50 Millionen vom dummen Kleinanleger entwendeten Euro inkl. vermuteteter betrügerischer Insolvenz, wie ihn Ex-Kollege Peter Kabel hinlegte, hat Paulus „der deutsche Bill Gates (Tempo 1995)“ Neef gründlich verpatzt.
Nachdem ihm eines schönen Nachmittags der alte Aufsichtsrat unvermittelt den Wagen, die Kreditkarte, das Mobiltelefon, das Notebook und die Ladenschlüssel abnahmen, hadert er mit der Realitätsebene und sucht den Ausgang. Mit der Kreditkarte ging die Ehefrau und machte sich auf die Suche nach einem neuen CEO mit unlimitiertem Kredit – kein leichtes Unterfangen in der Hauptstadt von heute, zumal Kampfkettenrauchen weder gesünder noch jünger macht...
Stattdessen steht für Pleitier Neef gemeinerweise in der Realitätsebene für Grunts wie Du und Ich ein Gerichtstermin wg. der schlecht gecoverten Altersvorsorge seiner Ex-Freundin und ihres Vaters, dem Professor, bevor. Auch Ex-CdoppelO Jan "BIG" Kantowsky, der den Deal unterzeichnete, aber immerhin noch rechtzeitig den Absprung schaffte, um vom Salär des Pixelpark-Börsengangs schnell die Villa am Starnberger See als damals 30-jähriger zu kaufen, sieht sich im Fokus der Staatsanwaltschaft – gemeinsam mit dem neuen Thiel Logistik-Chef Klaus Eierhoff, bei Bertelsmann für die erfolglose Internetstrategie verantwortlich und keine zwei Wochen nach seinem Oberborg dort rausgeflogen, wie alle, die vom grossen Vorsitzenden assimiliert worden waren. Ein gutes Einstandsgeschenk für den neuen Job. Neef droht derweil mit Offenbarungseid und anderen Leckereien...Ex-Kumpel Boris hat aber leider doch den besseren Draht zur Blöd-Zeitung, deswegen interessiert halt keinen die Sendung mit dem Paulus. Währenddessen lotet Neugeschäftsführer Michael Riese (angeblich Kumpel des PN mit – so munkelt es - einschlägigen Kontakten zum Hamburger Miliöh) auf der Suche nach einer Entschuldigung für sein mehrfach sechsstelliges Jahresgehalt neue Tiefen am Grunde des Schmutztümpels der New Economy-Müllkippe aus: „Nach Angaben von Pixelpark will er sich um die 'Wiedergewinnung der Identität' des einstigen New Economy-Stars bemühen und eine neue Wachstumsstrategie auf den Weg bringen. Insgesamt soll die Agentur zukünftig 'stärker als Dienstleister für Prozessoptimierungen' auftreten.“ Und offenbart dabei gleich mal den galoppierenden Realitätsverlust, der offenbar Grundvoraussetzung eines Pixelpark-CEOs sein muss. Wunder der Chemie. Nachdem der Michael sich aber so verausgabt hat beim Bullshit-Bingo, bucht er erst mal eine Aufsichtsratsitzung auf Mallorca – auf Kosten des Hauses natürlich (laufen da etwa auch noch ein paar Pferdchen in Palma???). Seis drum, weil der Michael ja eigentlich auch keine Lust hat zum Arbeiten, hat er erst mal wieder die M.I.B. von Roland Berger angeheuert, damit die ihm seinen Job machen bzw. Aktivität vortäuschen, bezahlt wird natürlich immer in Cash mit unregistrierten Scheinchen, direkt in den Koffer (s. Bericht von der Klingonenschwuchtel vom 14. Januar). Und was macht eigentlich dem MR seine Firma Momentum Concept GmbH mit der Webadresse http://www.momentum-ag.de/? Hier das Suchergebnis: „Aufgrund eines anhängenden juristischen Verfahrens im Bezug auf unseren Firmennamen "Momentum ....." sind wir gehalten, unseren Internetauftritt ab sofort auszusetzen. Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie sich gerne bei uns unter der Telefonnr. +49 (0) 40 xxxxx x informieren.“ Aha. Na, macht nichts, denn Momentum (vom Michael) und Mediacs (vom Fischer, Aufsichtsratmitglied – ja, die DVD-Bude aus Potsdam, vor deren DVD-Produktionen jeder gewarnt sein sollte, der an seinem DVD-Player noch lange Freude haben will) sollen nämlich in die Rotherstrasse einziehen, damit die letzten Administrationswasserkopf-Pixel sich nicht so alleine fühlen. Und weil da kein Platz fürs arbeitende, tschuldigung, arbeitssuchende Volk mehr ist, muss die IT-Mannschaft jetzt dann auch endlich beim Riester Schlange stehen, nur der Benno, da haben wir keine Angst, der hat sich irgendwo versteckt und ist ganz unsichtbar und kommt nur raus, um seine Gehaltsabrechnung abzuholen. So sanieren also die Kumpel vom deutschen Bill Gates ihre eigenen Bruchbuden mit den Resten der Pixeltrümmer, scheint ja so, als sucht der MR nen billigen Börsenmantel mit dem ordentlichen Momentum – das hat sie ja gehabt, die Pixelaktie. Und zum Schluss kommt der Paulus auch wieder mit durch die Hintertür in der Rotherstrasse, der sitzt ja noch bei Mediacs und träumt schon wieder von der Weltherrschaft. Und wenn sie nicht gestorben sind... SO69 Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Nicht mit einem Schrei, sondern mit einem Winseln – die Sendung mit dem Pau (rosa_rosa)
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